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Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst
 
   

 
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  Die Welt zeigen, wie sie ist - Seite 2


Es ist nicht ohne Ironie, dass je mehr die Technologie fortschreitet, desto weniger wir dem trauen können, was sie hervorbringt: digitale Fotos bestehen aus Pixel, und Pixel können verändert werden – und zwar ohne dass dies im Nachhinein festgestellt werden kann. Mit anderen Worten: die Technologie hat das Lügen mittels Fotos leichter gemacht.

Klar, nicht alles, was dem Menschen möglich, wird er deshalb auch gleich tun. Schliesslich lügen wir auch nicht ständig, obwohl wir es eigentlich könnten (es gibt Ausnahmen, sie gelten als krank). Und so ist auch nicht anzunehmen, dass wir plötzlich (nur weil es die Technologie möglich macht) nur noch präparierte Fotos zu sehen kriegen – die Rede ist hier von Fotos, die einen dokumentarischen Wert haben sollen.

Gleichzeitig ist jedoch davon auszugehen (wir leben in Zeiten, in denen die Profitmaximierung nicht angezweifelt, sondern allgemeines Leitprinzip geworden), dass ein Redakteur, der mit Adobe Photoshop einen Leoparden aus dem Zoo (er lässt einfach das Käfiggitter verschwinden) vor einen Sonnenaufgang im afrikanischen Busch platzieren kann, sich den Aufwand und die Kosten für eine fotografische Dienstreise nach Kenia wohl sparen wird. Wobei wir bei der Frage angelangt wären, um die es letztlich geht: was wollen wir eigentlich von Fotos?

12.02.2017

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