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  Pressefotografie: Kamera- und Fototechnik im journalistischen Gebrauch, Teil V: 1945 bis 1980
von Bernd Weise

Zunächst mußten sich die Fotoreporter mit der aus dem Krieg übriggebliebenen Fototechnik begnügen, wobei ihre Berufsausübung in Deutschland allerdings durch die wenigen von den Besatzungsmächten lizensierten Presseorgane deutlich beschränkt war. Mit der Neuentstehung von Pressepublikationen stieg auch der Bedarf an Geräten, die dem immer schneller werdenden Journalismus Rechnung trugen. Die Jahrzehnte von 1950 bis 1980 brachten neue Einstellhilfen an den Kameras, eine Ausweitung der Brennweitenspanne und Blendenöffnung im Objektivbau, eine Leistungssteigerung bei Blitzgeräten, bevor sich die Filmempfindlichkeiten derart steigern ließen, daß die journalistischen Bilddokumente auch ohne Beeinflussung der Ereignisatmosphäre entstehen konnten. Zum wichtigsten Arbeitsgerät der Fotoreporter entwickelte sich die Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit umfangreichem Systemzubehör, wobei der motorische Filmtransport die Motiverfassungsmöglichkeiten deutlich steigerte.


Nachkriegsausstattung

Die Ausrüstung der deutschen Bildreporter bestand in den ersten Jahren nach dem Krieg primär aus der Technik der Vorkriegs- und Kriegszeit [1]. Dabei spielten die Kleinbildkameras mit Auswechseloptik, die Leica (letztes Modell IIIc von 1941) und Contax (Modell III von 1936) sowie die Robot I und II (von 1934) oder die Super Robot (von 1939) die erste Rolle. Außerdem gehörten auch die großformatigen Kameras wie Rolleiflex (letztes Modell Standard-Neu von 1941) und Makina IIS (von 1940) dazu.

Aber vorerst gab es für die Pressefotografen im Nachkriegsdeutschland nichts zu tun, denn bereits im April 1945 hatten die westalliierten Truppen die Ablieferung von Fotoapparaten befohlen sowie ein Verbot des Fotografierens ausgesprochen [2]. Erst ab Sommer 1945 wurde die Belieferung der Presse wieder zugelassen, jedoch nur für Pressefotografen, die bei Zeitungen und Nachrichtenagenturen der Alliierten beschäftigt waren [3]. Zwar kamen nach und nach immer mehr Tageszeitungen heraus, aber sie erschienen wegen Papiermangels teilweise nur zweimal in der Woche. Für die erste Ausgabe des „Spiegel“ (1947) reichte die Papierzuteilung gerade für 15.000 Exemplare. Bis zur Bildung der beiden deutschen Staaten 1949 gab es in den Westzonen 133 und der Ostzone 40 lizenzierte bzw. zugelassene Zeitungen [4] sowie eine Illustrierte in Berlin-Ost sowie etwa ein Dutzend illustrierte Zeitschriften im Westen [5].

Nicht nur Papier für die Druckerzeugnisse war ein Mangelprodukt, auch Fotomaterialien und Fotogeräte fehlten und waren nur auf Bezugsschein erhältlich [6]. Die Agfa sicherte allerdings den organisierten Fotoreportern [7] über eine blaue Zuteilungskarte eine monatliche Menge an Negativmaterial zu [8].


Neues Fotogerät und mehr Licht für Bildreporter

Als die Kameraproduktion wieder anlief, erreichten dennoch z.B. aus der Leica-Fertigung (Nachkriegsmodell IIc, 1948) wegen der Reparationsleistungen nur 5 % den deutschen Markt [9]. Die Contax-Sucherkamera wurde in der Ostzone bei Carl Zeiss Jena ab 1945 mit den Modellen Contax I (1945–48) und Contax II (1947–48) und in den Westzonen (Zeiss Ikon Berlin/Stuttgart) ab 1949 mit der Contax IIa und IIIa (mit Belichtungsmesser) fortgeführt.

Neben den Kleinbildkameras kamen in der Nachkriegszeit bei den Pressefotografen auch wieder Kameras mit größerem Aufnahmeformat in Gebrauch [10]. 1946 brachte die Firma Linhof die Technika III für Plan- und Rollfilm 9 x 12 cm mit einem Press-Xenar 4,5/127 mm, der 1950 eine Standard-Press Kamera im gleichen Format und 1956 eine Technika-Press folgte, mit Meßsucher und einem Handgriff, Wechselmagazinen für 6 x 9-cm-Plan- oder Rollfilm sowie als Wechseloptik einem Xenotar 2,8/105 mm.

Mit den Nachrichtenagenturen UPI und AP (1946) in der amerikanischen Besatzungszone wurde auch die Speed Graphic in Deutschland bekannt, die in den USA von nahezu allen Presseagenturfotografen benutzt wurde. Diese Kamera für Planfilm, die seit 1912 in verschiedenen Ausführungen von Graflex/USA speziell für Pressefotografen konzipiert worden war [11], hatte mit 4 x 5“ genau das Format, das als Kontaktabzug sofort gefunkt werden konnte, ohne Zeit für die Vergrößerung zu verlieren. In Amerika und in England wurde seit den 1920er Jahren für die Presse primär mit dem Aufnahmeformat 9 x 12 cm bzw. 4 x 5“ gearbeitet, da hier die Redaktionen üblicherweise Vergrößerungen im Format 18 x 24 cm verlangten [12]. In Deutschland begnügte sich die Presse mit 13 x 18- oder 12 x 16-cm-Abzügen.

Im Mittelformat standen als neue Modelle zweiäugiger Spiegelreflexkameras seit 1946 die 6 x 6-Zeiss Ikoflex, u.a. mit einem 3,5/75 mm Tessar und Prontor-Zentralverschluß, sowie ab 1949 die Rolleiflex mit einem lichtstarken 2,8/80 mm Tessar mit Compur-Zentralverschluß zur Verfügung, die später (1959) durch die Tele-Rollei mit Zeiss Sonnar 4/135 mm und (1961) durch die Weitwinkel-Rollei mit Zeiss Distagon 4/55 mm ergänzt und damit dem Nachteil einer fehlenden Wechseloptik abgeholfen wurde. 1957 kam Hasselblad mit der 6 x 6-cm-Spiegelreflexkamera 500C, die mit ihren Compur-Zentralverschlüssen in den Zeiss-Objektiven (Distagon 5,6/60 mm, Tessar 2.8/80 mm, Sonnar 3,5/135 mm und 5,6/250 mm) ideal auf die Fotografie mit Blitzlicht eingestellt war.

Eine Kamera im Gerätepark sollte nach damaliger Auffassung mit einem Zentralverschluß zur Synchronisation und Kupplung eines Vacu- oder Elektronen-Blitzes ausgerüstet sein [13], weil die Blitzsynchronisation bei diesen Verschlüssen mit jeder, bei Schlitzverschlüssen nur mit einer bestimmten Belichtungszeit möglich ist.

Inzwischen gab es als künstliche und transportable Lichtquelle neben dem Vacu-Blitzkolben (seit 1929) und den Klein-Blitzkolben Midget (seit 1939) [14] die ersten Elektronenblitzgeräte. 1940 hatte der Fotojournalist Edward R. Farber der Tageszeitung „The Milwaukee Journal“ nach den Plänen von Harald Egerton [15] ein batteriebetriebenes Blitzgerät präsentiert, das in verbesserter Version und 12 Exemplaren 1941 an die Zeitung geliefert und dort mit der Speed Graphic 4 x 5“ bis 1945 benutzt wurde. 1941 verkaufte Kodak ein ebenfalls von Harald Egerton konstruiertes Portable-Kodatron-Reporterblitzgerät. Edward R. Farber entwickelte 1951 in der eigenen Firma Strobe-Research ein Blitzgerät mit Trockenbatterien und kurzen Ladezeiten, das von der Firma Graflex übernommen und als Stroboflash über 20 Jahre unverändert produziert wurde. 1946 brachte die Wabash-Corporation den Sylvania-Electroflash als Reporter-Blitzgerät auf den Markt, der auch in Europa viele Benutzer fand [16]. 1947/48 baute Dimitri Rebikoff das Blitzgerät Eclatron-Reportage, das von Zeiss-Ikon unter dem Namen Ikotron weltweit vertrieben wurde. 1947 fotografierte der Ingenieur Dieter A. Mannesmann beim Kölner Karneval mit seinem selbst entwickelten Reporterblitz-Prototyp, den er über die 1948 gegründete Firma Multiblitz auf den Markt brachte. Ab 1952 fertigte die Firma Metz mit dem Produktnamen Mecablitz Elektronenblitzgeräte. Unter den Pressefotografen eroberten auch die Blitzgeräte der Braun AG einen großen Marktanteil [17], angefangen mit dem 1952 vorgestellten Hobby, der über eine Leitzahl von 24 bei 17 DIN/40 ASA verfügte. Der Elektronenblitz befähigte insbesondere die lichtschwächeren großformatigen Kameras für Aufgaben, die bisher nur den Kleinbildkameras vorbehalten waren, wie Ralph Weizsäcker 1950 feststellte: „Das bedeutete aber keine Verdrängung des Kleinbildformates, sondern nur den Übergang zum Zweikamerasystem, mit dem Gewinn, jenes Format einsetzen zu können, das für den beabsichtigten Zweck besser geeignet ist.“ [18] Nach und nach erhielten mehr Kameras eine M- und X-Synchronisation für Kolben- und Elektronenblitze, wie die erste Leica-Neukonstruktion IIIf von 1950. Wegen der Blitzsynchronisation und den Wechselobjektiven mit Zentralverschluß erlangte auch die Kleinbild-Sucherkamera Voigtländer Prominent (1951–1960) eine vorübergehende Bedeutung für Bildreporter.


Reporterkameras aus Japan

Während die deutsche Kameraindustrie in der Nachkriegszeit und den beginnenden 1950er Jahren versuchte, an die früheren Erfolgsmodelle anzuknüpfen bzw. diese fortzuentwickeln, waren zuvor durch die von den Besatzungsmächten abgeforderten Reparationsleistungen sowohl Patente als auch Produktionstechniken in andere Länder abgeflossen [19]. Dies machte sich bemerkbar, als insbesondere in Japan Kameras auf den Markt kamen, die deutliche Anleihen an Aussehen und Funktion der Leica, Contax, Exakta und anderen ehemals erfolgreichen deutschen Kameramodellen aufwiesen [20], wie z.B. die Asahiflex I (1952) als erste japanische Kleinbild-Spiegelreflex oder die Sucherkamera Canon S-II (ab 1946), die auch für Leica-Objektive geeignet war [21]. 1948 erschien in Japan unter dem Namen Nikon I eine der Contax nachgebaute Sucherkamera (einschließlich des Contax-Bajonetts, aber nur mit 24 x 34-mm-Format), die den Grundstein für eine Kameraentwicklung legte, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wegweisend für die Kleinbildfotografie insbesondere im Bereich der Pressefotografie werden sollte. Die Nachfolgemodelle Nikon M und S (1949/1950), bewiesen ihre Robustheit im Koreakrieg, weshalb für einige Fotoreporter der amerikanischen Illustrierten LIFE Spezialausführungen mit größeren Filmaufzugs- und Rückspulknöpfen hergestellt wurden [22]. Für eine noch schnellere Arbeitsweise erhielt die Nikon S2 (1954) einen Schalthebel und eine Rückspulkurbel für den Filmtransport, 1/1000 sek. als kürzeste Belichtungszeit sowie nunmehr das übliche Kleinbildformat 24 x 36 mm. Zukunftsweisend war das Modell Nikon SP (1957) mit einem Titanverschluß (statt Tuchverschluß), einem Leuchtrahmensucher mit angezeigten bzw. zuschaltbaren Ausschnittrahmen für die Brennweiten 28, 35, 50, 85, 105 und 135 mm, einem Motoranschluß für den batteriebetriebenen Kameramotor (S36) zum Filmtransport sowie einem integrierten Selbstauslöser. Als Zubehör gab es einen aufsteckbaren, mit dem Verschlußzeitenrad gekuppelten Selen-Belichtungsmesser. Zu diesem Kamerasystem, das bis 1965 produziert und 1954 durch einen Spiegelreflexkastenansatz für lange Brennweiten ergänzt wurde, erschienen bis 1960 20 verschiedene Objektive, u.a: 4/21 mm, 4/25 mm, 3,5/28 mm, 1,8/35 mm, 1,1/50 mm, 1,5/85 mm, 3,5/135 mm sowie ein 2,5/180 mm für den Spiegelreflexkasten [23].

Dieser Nikon-Sucherkamera konnte vorerst nur die 1954 neu konzipierte Leica M3 etwas entgegenhalten. Diese erste M-Leica hatte neben einem Schlitzverschluß nunmehr ein Objektivwechselbajonett und einen großen Leuchtrahmen-Meßsucher mit Einblendung der Brennweiten 50, 90 und 135 mm. Im gleichen Jahr erschienen dazu ein Weitwinkel Summaron 5,6/28 mm mit Extrasucher sowie ein lichtstarkes Teleobjektiv Hektor 2,5/125 mm für den Visoflex-Spiegelkasten. Die Leica MP (1956) kam als Sondermodell für Fotoreporter, das anstelle des normalen Gehäusebodendeckels über einen Leicavit MP-Schnellaufzug für manuelle Serienaufnahmen verfügte. Zum Summicron 2,0/50 mm kamen 1957 noch ein Summicron 2,0/35 mm und 2,0/90 mm hinzu. Die Modelle Leica M2 und M2-Mot (1957/58) hatten im Leuchtrahmen-Meßsucher die Brennweiten 35, 50, 90 mm eingespiegelt, und das Mot-Modell verfügte über einen batteriebetriebenen Motor, der Filmtransport und Verschlußaufzug für ein bis drei Bilder pro Sekunde ermöglichte. Die Objektivpalette wurde 1957 durch ein starkes Weitwinkel Super-Angulon 4/21 mm und 1959 durch ein Tele Telyt 4/200 mm für den Visoflex-Spiegelreflexansatz erweitert, so daß die Leica ein ähnliches Brennweitenspektrum (21, 28, 35, 50, 90, 125, 200 mm) wie die Sucherkameras Nikon SP und die Canon S-II hatte. Bildreporter waren damit sehr flexibel in ihrer Standortentfernung zum jeweiligen Ereignisgegenstand.

Doch das gezielte Visieren ohne Parallaxe durch den versetzten Sucher, d.h. den Blick durch das aufnehmende Objektiv, konnte nur eine einäugige Spiegelreflexkamera bieten. Auf dem Kleinbild-Spiegelreflexsektor kam von Zeiss (VEB Zeiss Ikon) 1949 die Contax S, erstmals mit einem fest eingebauten Prisma, womit das Motiv nunmehr auch seitenrichtig über die Suchermattscheibe zu sehen war, ein für Presse- und Sportfotografen bei der Verfolgung bewegter Objekte äußerst vorteilhafter technischer Fortschritt, den die Kine-Exakta mit dem Modell Varex 1950 als erste Kleinbild-Spiegelreflex mit wechselbaren Suchereinsätzen (Lichtschacht oder Prisma) nachvollzog. Die von Zeiss ab 1959 gebaute Contarex verfügte neben einem festen Prismensucher insbesondere über Filmwechsel-Magazine, die z.B. für Fotojournalisten den Vorteil des einfachen Filmsortenwechsels hatten, in der Kleinbildkameratechnik aber ein einmaliges Novum blieben. Während die bisher führenden Kleinbild-Kamerahersteller Leitz und Zeiss versuchten, ihre Erfolge der Vorkriegszeit fortzuführen, produzierten auch noch andere Hersteller in Deutschland für Fotoreporter durchaus interessante Geräte, wie z.B. die Edixa Reflex 1955 (Gebr. Wirgin), eine Spiegelreflexsystemkamera, die in den 1950er und 1960er Jahren in diversen Modellen und unterschiedlichen Ausstattungen erschien und Wechselobjektive verschiedener Hersteller wie u.a. von Enna, Isco, Meyer, Rodenstock, Schacht und Schneider verwendete.

1959 stellte die japanische Firma Nikon mit der Nikon F ihre erste Spiegelreflex-Kamera vor und startete damit ein innovatives Kleinbildsystem, das sich bei den Pressefotografen zu dem am meisten verwendeten entwickelte [24]. Die Nikon F traf genau auf die Bedürfnisse der Fotoreporter nach einem robusten und flexiblen Kamerasystem. Hinzu kam, daß Nikon schon seit 1953 ein weltweites Netz von Service-Centern zur Betreuung von Pressefotografen aufgebaut hatte, das andere Kamerahersteller so nicht bieten konnten. Die Nikon F besaß einen Titanschlitzverschluß 1-1/1000 sek., B und T, Blitzsynchronisation 1/60 sek. für Elektronenblitz, Rückschwingspiegel, Filmrückspulkurbel, Selbstauslöserlaufwerk, Schärfentiefe-Kontrollknopf, abnehmbare Rückwand für Motoranschluß, wechselbare Sucher (Lichtschacht), standardmäßig mit Prismensucher, der 100 % des Bildfeldes zeigte, 15 austauschbare Sucherscheiben u.a. mit Fresnellinse und Schnittbildzentrum, mit Koordinatenlinien oder Mikrospaltbild mit Meßkreis. Zum umfassenden Zubehör gehörten auch der Kameramotor F36 für bis zu 4 Bilder/sek. und der Kameramotor F 250 für bis zu 250 Aufnahmen. Das wichtigste Zusatzgerät war der Aufsatz-Belichtungsmesser, der mit dem Verschlußzeitenrad und dem Mitnehmer an der Objektivblende gekuppelt war. Dieser Belichtungsmesser wurde 1962 durch den Photomic ersetzt, der Prismensucher und Belichtungsmesser in einem Gehäuse war, mit einer CdS-Meßzelle, die noch nach außen gerichtet ist. Erst 1965 kam der Photomic T Sucher mit Innenmessung bei offener Blende. Mit dem Start der Kamera 1959 war folgende Objektivreihe vorhanden: 4/21 mm mit Sucher, 2,8/35 mm, 2/50 mm 1,4/58 mm, 2,5/105 mm, 3,5/135 mm sowie ein 6,3/1000-mm-Spiegellinsenobjektiv; 1960 kam ein 3,5/ 28-mm-Weitwinkel hinzu. 1962 war noch ein Namensstreit wegen Zeiss-„Ikon“ zu regeln, weshalb Nikon auf dem deutschen Markt von 1963 bis 1968 nur als „Nikkor“ erscheinen durfte.

Ende der 1950er Jahre galten bei den deutschen Fotoreportern als beliebte Kameraausrüstung die Leica, wegen der Wechselobjektive, und die Rollei, weil man damit mit Blick auf die Mattscheibe über Kopf fotografieren konnte, sowie die Robot-(II- und IIa-)-Sucherkamera insbesondere wegen des motorischen Federwerk-Filmtransports [25].


Schnelle Objektive – schnelle Filme – schnelle Entwicklung

Im Objektivbau entstanden eine Reihe „schneller“ Linsen, einerseits wegen ihrer Lichtstärke bzw. größtmöglichen Blendenöffnung, wie z.B. das Voigtländer Nokton 1,5/50 mm (1951), Ennaston 1,5/85 mm (1954) und Leitz Summilux 1,4/50 mm (1959) oder auch wegen ihrer Schnellfokussiertechnik, wie das erste Novoflex „Schnellschuß-Objektiv“ 4,5/240 mm (1956), bei dem die ganze federnd gelagerte Linsengruppe durch das Zusammendrücken eines Griffes in die Schärfeposition gerückt wurde, ohne das langwierige Drehen des sonst üblichen Objektivgewindegangs.

Die hochöffnenden Objektive der Kleinbildkameras verschafften, in Verbindung mit den neuen hochempfindlichen Schwarzweiß-Filmen, den Fotoreportern einen neuen Aktionsradius bei unzulänglichen Lichtverhältnissen. Kürzere Belichtungszeiten nützten auch den Sportreportern mit ihren langen Brennweiten. Und Fotoreporter von Presseagenturen, die zum Teil noch mit großformatigen Kameras arbeiteten, konnten mit ihnen auf den Blitz verzichten [26]. Lag die obere Filmempfindlichkeit bisher bei 20/10° DIN [27], so erreichten jetzt der neue (1955) Kodak Tri-X Pan 27 DIN/400 ASA und der (1957) Kodak Royal-X Pan 32 DIN/1250 ASA. Agfa brachte 1955 den Isopan-Ultra mit 23 DIN und 1958 den Isopan-Record mit 30 DIN. Im Sortiment der Schwarzweißfilme bot Ilford 1966 den HP 4 mit 27 DIN an, und Agfa startete 1968 sein Professional-Filmsortiment mit dem hochempfindlichen Agfapan 1000 mit 31 DIN.

Bei modifizierter Entwicklung konnten die Filme noch deutlich kürzer belichtet und somit hochempfindlicher eingesetzt werden [28]. Wichtig waren für die Reporter auch möglichst kurze Verarbeitungszeiten. So wurde z.B. die Entwicklungszeit des Schwarzweißfilms Isopan Rekord anstelle der Fabrikat-Vorgaben von 15 bis 20 Minuten in Rodinal-Entwickler bei 1:50-Verdünnung auf 2 bis 2,5 Minuten bzw. 60 bis 90 Sekunden und 1:10- bzw. 1:3,5-Verdünnung reduziert. Ausschlaggebend für den Erfolg war allerdings die richtige Bewegung im Entwickler, d.h., der auf den Spulen aufgezogene Film mußte in die gefüllte Entwicklungsdose getaucht, dann ruckartig abwechselnd nach rechts und links sowie nach oben und unten bewegt werden, um Streifen- oder Schlierenbildung zu vermeiden. Die Negative gelangen so in Kontrast und Körnigkeit ausreichend gut für journalistische Zwecke [29]. Weil hochempfindliche Filme wegen ihrer dickeren Schicht langsamer trockneten, wurde zudem empfohlen, den Film nach dem Wässern eine Minute in Metylalkohol zu baden und anschließend mit einem Fön zu behandeln. So dauerte die Trocknung nur noch 1 Minute [30].

Die Ausnutzung der hohen Filmempfindlichkeiten bot die Möglichkeit, in spärlichen Lichtsituationen auf einen Blitz zu verzichten. „Blitzen oder nicht blitzen?“ [31] stellte sich aber dennoch als Fachfrage. Nach Ansicht der Bildjournalisten würden ungeblitzte Aufnahmen ein unauffälligeres Arbeiten zulassen und mehr Wahrheitsnähe zeigen, geblitzte Bilder dagegen flach wirken sowie die Atmosphäre zerstören und seien damit nicht journalistisch. Zeitungsredakteure hielten jedoch geblitzte Fotos wegen ihrer Schärfe geeigneter für den groben Zeitungsraster.

Die Hinwendung zur „available-light“-Fotografie, d.h. Aufnahmen bei vorhandenem Licht zu machen, war auch durch das Verlangen der Zeitungen und Illustrierten nach Bildnachrichten bedingt, die vom gleichförmigen Beleuchtungsschema abwichen und mehr Originalität zeigten. Zudem wurde das Blitzen zunehmend vor allem von Prominenten unerwünscht und immer häufiger auch untersagt, wie die dpa-Bildzentrale feststellte [32]. Bereits um 1958 wurde deshalb versucht, nicht wie bisher für fast jede Aufnahme den Elektronenblitz zu Hilfe zu nehmen [33].


Pressebilder nur gelegentlich in Farbe

Bei Farbbildern kamen der technische Fortschritt und die Verbreitung überhaupt erst in den 1950er Jahren in Gang. Die Entwicklung verlief bei Negativfilm und Diapositivfilm unterschiedlich. Als Negativfilm für Farbpapierabzüge hatte Kodak bereits seit 1942 den Kodacolor (14 DIN) auf dem Markt. Agfa zog mit dem Agfacolor-Negativfilm (14 DIN) und dem Agfacolor-Papierbild erst 1949 nach. 1956 pries Agfa ihren neuen Color-Negativfilm CN 17 insbesondere für Fotoreporter an, weil sich von diesem Material sowohl Schwarzweiß-Abzüge als auch Farbbilder oder Farbdiapositive herstellen ließen und Reporter somit ohne zweite Kamera zweigleisig arbeiten und auswerten konnten, zunächst aktuell schwarzweiß für die Tageszeitung und anschließend mit Farbbildern für die Illustrierten [34].

Bei Diafilm bot Kodak mit dem Kodachrome (seit 1938 mit 13 DIN) und dem 1946 zunächst als Planfilm, 1947 als Rollfilm eingeführten Ektachrome (12 DIN) zwei verschiedene Materialien an. Der Kodachrome wurde nur von Kodak direkt entwickelt. Der Ektachrome konnte mit Hilfe neu eingeführter Chemikaliensätze von Fotografen selbst entwickelt werden. Kodak hatte deshalb (für Deutschland) schon kurz nach dem Krieg in Stuttgart eine große Entwicklungsanstalt u.a. für den Kodachrome-Film eingerichtet. Ebenfalls in Stuttgart gründete 1946/47 der Landschaftsfotograf Heinrich Schellenberg, der mit aus Amerika eingeführten Ektachrome-Filmen experimentierte, das Photo Studio 13 als ersten Ektachrome-Filmentwicklungsservice in Deutschland.

1959 erschien der High Speed Ektachrome mit 23 DIN, und im gleichen Jahr richtete Agfa, die 1957 den CUT 18 Diafilm herausgebracht hatte, für die Bildjournalisten einen Presse-Schnelldienst zur Entwicklung von Umkehr-Filmen in allen Agfa-Labors Deutschlands ein, indem spezielle Film-Versandbeutel per Eilboten transportiert und die Filme bevorzugt verarbeitet wurden [35]. 1960 brachte Agfa den Agfacolor-Kunstlichtfilm CK 20 auf den Markt, der für Bildjournalisten die Ergänzung zum Tageslichtfilm sein sollte [36], und Kodak steigerte 1962 seinen Kodachrome von 15 auf 19 DIN. 1964 kam der Filmhersteller Ansco mit seinem Anscochrome 200 ASA/24 DIN heraus, den er 1967 sogar auf 500 ASA/28 DIN steigerte. Ab 1974 galt der farblich verbesserte Kodachrome 64 (19 DIN) als der Profi-Standard bei den Diafilmen. Hier stieß Kodak erst 1978 mit dem Ektachrome 400 in den 27-DIN-Bereich vor. Dem folgten die Farbnegativfilme Fujicolor FII-400 (1976) und der Kodacolor 400 (1977) und brachten damit den Fotojournalisten auch im Farbbereich immer mehr Spielraum bei mangelnden Lichtsituationen.

Farbfotos erschienen in der deutschen Nachkriegspresse bzw. in den Illustrierten – Tageszeitungen druckten noch keine Farbe – erst gegen Ende der 1950er Jahre, meist auch nur auf dem Titel, da jede Colorseite eine hohe Investition bedeutete. Der deutlich teurere Druckaufwand konnte nur über Farbanzeigen finanziert werden, die ab 1958/59 in den deutschen Illustrierten auftauchten [37] und 50 % mehr als Schwarzweiß-Anzeigen kosteten [38]. Der erste Farbtitel des „Stern“ erschien mit dem letzten Jahresheft 1953, und erst der Jahrgang 1958 hatte durchgängig farbige Titelabbildungen [39]. Im redaktionellen Innenteil tauchten vor 1965 keine Farbfotos auf. Die Zeitschrift „Das Ufer“ (ab April 1954 „Bunte Illustrierte“) besaß dagegen schon ab Nr. 7 (1950) als festen Bestandteil des Heftes einen zweiseitigen Farbbericht und bezeichnete sich seitdem als „Die deutsche Farbenillustrierte“. 1955 betrug der Farbteil bereits 12 Seiten. Als Sensation galt im Juni 1953 ein Farbfoto in der 18seitigen Reportage der „Bunten“ über die Krönung von Königin Elisabeth II in London, weil es das erste farbige Bild von diesem Ereignis in Deutschland war [40]. In der Bundesrepublik sendete das Nordwestdeutsche Fernsehen (NWDR) zwar erstmalig live von diesem Großereignis. Das Fernsehbild blieb aber in Deutschland bis zum 25. August 1967 schwarzweiß.


Neue große und kleine Kameras für Reporter

Als spezielle Presse-Kamera erschien 1963 von Linhof die Technika-Press 70 im Format 6,5 x 9 cm und im sogenannten „Ideal-Format“ 56 x 72 mm für Plan- und Rollfilm, mit Planar 2,8/80 mm als Wechseloptik mit Zentralverschluß (1-1/500 sek.), eingebautem Entfernungs- und Belichtungsmesser und einem Handgriff, der die Kamera in der Grundhaltung ins Hochformat stellte. Für die Anhänger des Mittelformats unter den Fotoreportern erschien von Hasselblad 1965 (nach der Superweitwinkel 500SWC mit Zeiss Biogon 4,5/38 mm in 1957) die 500EL mit motorischem Filmtransport. Statt mit Wechselmagazinen für Rollfilm, über die die Hasselblad verfügte, brachte Pentax 1969 die Mittelformatkamera 6 x 7, die sich in der Konstruktion an den Kleinbildspiegelreflexkameras orientierte.

Kleinbild blieb das Haupthandwerkszeug der Fotojournalisten. Für sie kam 1965 endlich die Spiegelreflex-Leica, die Leicaflex, dazu vier Objektive 35, 50, 90, 135 mm mit automatischer Springblende. Doch trotz der 1/2000 sek. Verschluß-Geschwindigkeit war die Kamera wegen der CdS-Außenmessung technisch überholt. Auch die Leicaflex SL, die 1968 dann mit Innenmessung kam, fand bei den Fotoreportern nicht den Anklang. Die Belichtungsmessung war selektiv und ein Motor konnte nur an das spezielle SL-Mot-Modell angeschlossen werden. Die Objektivpalette wurde um eine 21-mm- und eine 180-mm-Optik erweitert [41], hinkte damit aber dem Marktführer Nikon weit hinterher. Durch die zeitliche Verzögerung hatte Nikon bereits den Kleinbildspiegelreflexmarkt bei den Fotoreportern erobert. An den Erfolg der Leica-Sucherkamera, die weiterhin wegen des geringen Auslösegeräuschs zum Gerätebestand der Fotojournalisten gehörte, konnte Leitz mit den Spiegelreflexmodellen nicht anschließen.


Objektive mit Blickwinkel für jede Situation

In den 1960er Jahren entstanden einige besondere Konstruktionen der Kamera-Optik, die den Bedürfnissen der Fotoreporter entgegen kamen.

1961 legte Canon für die Sucherkamera Canon 7 einen Lichtriesen mit 1:0,9/50 mm vor, dem Nikon 1965 mit dem 1,2/55-mm-Nikkor und Leitz 1966 mit dem 1,2/50-mm-Noctilux für die Leica M folgten. Canon kam 1971 mit einem 1,2/55 mm, das eine asphärische Linse hatte. Zeiss konnte 1967 mit dem 1:0,7/50-mm-Planar die bis dahin größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs in Normalbrennweite realisieren. Erst 1976 legte Leitz mit dem 1,0/50-mm-Noctilux noch einmal nach. Zu den weiteren lichtstarken Objektiven, jeweils gemessen an ihrer Brennweite, gehörten z.B. für die M-Leica und Nikon F u.a. das 2,8/24-mm-Nikkor (1967), das 2,8/28-mm-Elmarit (1965), das 1,4/35-mm-Summilux (1961), das 1,4/50-mm-Nikkor (1962), das 1,8/85-mm-Nikkor (1964), das 2,8/135-mm-Elmarit (1963) und das 4/200-mm-Nikkor (1961). Weitwinkelobjektive für Kleinbild waren bis 1945 neben den in der Reportagefotografie als Standard-Weitwinkel angesehenen 35-mm-Objektiven (62°) kaum über 28 mm, d.h. einen Bildwinkel von 74°, hinausgekommen (1934 Zeiss Tessar 8/28 mm sowie 1935 Leitz Hektor 6,3/28 mm). Zeiss baute 1954 ein Super-Weitwinkel mit 92° Bilderfassungsradius, das Biogon 4,5/21 mm für die Contarex, Leitz fertigte 1958 das Super-Angulon 4/21 mm für die M-Leica, 1959 folgte ein 4/21-mm-Nikkor für die Nikon F, das nicht über den Spiegel, sondern einen separaten Sucher visiert wurde. Erst das 1967 erschienene 3,5/20-mm-Nikkor erlaubte die Motivbeurteilung dann direkt durch den Reflexsucher der Kamera. Zeiss Jena fertigte 1963 ein Flektogon 4/20 mm. Der Bildwinkel von 84°, d.h. 24 mm für das Kleinbild, wurde im Objektivbau damals sehr wenig umgesetzt. Nikon baute 1967 ein 2,8/24 mm. Die M-Leica mußte bis 1996 warten, als Leitz das Elmarit 2,8/24 mm herausbrachte. Die extremeren Weitwinkel wurden zum beliebten Werkzeug von Fotoreportern, um raumgreifende Motive festzuhalten, die sich zudem für doppelseitige Aufmacher in den Zeitschriften eigneten.

Sogenannte Fischaugen-Objektive, die mit 180° ein kreisrundes Bild aufzeichneten, wie das Nikkor 8/8 mm von 1962, waren die Vorläufer der 100°-Klasse, d.h. Objektive mit 18 mm Brennweite, wie das 4,0/18 mm von Nikon (1974), das sich insbesondere für Landschafts-, Architektur- oder auch Sportaufnahmen anbot. Eine besondere Optikkonstruktion, die eine beeindruckende Bildwirkung erzielte, war die 1970 von Zeiss als Hologon-Ultrawide gebaute Kamera mit dem Objektiv 8,0/15 mm, das bei einem Bildwinkel von 110° (und per eingebauter Wasserwaage ausgerichtet) verzeichnungsfreie Bilder erzeugte. Die Hologon wurde u.a. als Spezialkamera für Fotoreporter angeboten.

Eine weitere absolute Neuheit erschien in den 1960er Jahren mit den sog. Gummilinsen, den in ihrer Brennweite stufenlos verstellbaren Zoom-Objektiven. Voigtländer war 1959 mit seinem Zoomar 2,8/36-82 mm Vorreiter dieser Entwicklung, die Fotoreportern mehrere arbeitstechnische und zeitliche Vorteile verschaffte, u.a. weniger Objektivwechsel, einfache Wahl des besseren Bildausschnitts, Einsparung von Standortwechseln. Ebenfalls 1959 kam Nikon mit einem Telephoto-Zoom 4,0-4,5/85-250 mm heraus, dem 1961 ein 2,8-4,0/35-85-mm-Ideal-Zoom folgte. Mit beiden Zooms war ein Brennweitenbereich von 35 bis 250 Millimeter abgedeckt, und damit konnten, soweit die Lichtstärke reichte, gut fünf einzelne Objektive eingespart bzw. mußten nicht von einem Reportageeinsatzort zum anderen getragen werden. Nikon hatte mit diesen beiden Zoom-Objektiven zwei Klassiker in der Brennweitenabstufung geschaffen, die in folgender Zeit auch von anderen Herstellern ähnlich immer weiter entwickelt wurden, wie z.B. 1964 das Variogon 4,0/80-240 mm von Schneider. Eine besondere Brennweite umfaßte das 1961 wiederum von Nikon herausgebrachte Zoom von 200–600 mm, Blende 9,5–10,5, das in verschiedenen Verbesserungen über zwei Jahrzehnte (bis 1983) im Objektivprogramm blieb. Lange Brennweiten waren zweifellos ebenfalls eine Domäne von Nikon, die im Jahr 1964 allein folgende Nikkor-Teleobjektive vorstellten: 4,5/300 mm; 4,5/400 mm; 5,6/600 mm; 8,0/800 mm und das 11,0/1200 mm. Das 1200er hatte eine Mindestdistanz von 43 Metern, d.h., das Objekt mußte tatsächlich weit entfernt sein, um überhaupt scharf abgebildet werden zu können.


Presse weiterhin Schwarz auf Weiß und mit wenig Farbe

Trotz des für fotojournalistische Zwecke tauglichen Farbfilmmaterials blieb das gedruckte Pressebild weiterhin überwiegend schwarzweiß. 1968 kündigte jedoch der Springer-Verlag an, die „Bild“-Zeitung auf Farbdruck umstellen zu wollen. Dies setzte das Thema Farbbilder und Farbdruck in der Tageszeitung auf die Tagesordnung der Fachdiskussionen zwischen Journalisten, Redakteuren und Verlagsvertretern, die dem Farbbild zwar einen größeren Wahrheits- und Informationsgehalt zumaßen, aber doch vorerst von einem Stadium des sparsamen Farbeinsatzes ausgingen, der erst durch das Vordringen der farbigen Anzeige und der Verbreitung des Farbfernsehens abgelöst werde. Auf der anderen Seite war das Angebot an farbigen Pressebildern noch sehr gering. Der Bilderdienst von Associated Press lieferte z.B. nur in Ausnahmefällen Farbbilder.

Die Frage nach der richtigen Farbvorlage – Color-Diapositiv oder Farb-Papierbild? – war aus Sicht der Klischeeherstellung keine technische Frage, sondern eine aus Gewohnheit gewachsene Vorliebe für das Farbdiapositiv. Für die eilige Erstellung und für den Umbruch sah man die Vorteile eher beim farbigen Papierbild. Auch die Übermittlung von Farbbildern durch Funk war nicht mehr das Problem. Die drei Schwarzweiß-Farbauszüge wurden auf konventionelle Weise als Schwarzweiß-Fotos einzeln durch Funkbildgeräte in etwa 20 bis 30 Minuten übertragen. Mit dieser Technik wurden z.B. die Farbfotos der Olympischen Spiele in Tokio über San Francisco, New York und London nach Deutschland gesendet [42]. Ab Anfang 1968 lieferte auch die Deutsche Presse Agentur aktuelle Farbfotos per Funk, „damit die Zeitungen besser mit dem Fernsehen konkurrieren können“ [43], wie es hieß. Mit einem rollenden Farblabor samt Vergrößerungsgerät und tragbarem Telebildsender fotografierte dpa wichtige Ereignisse in Farbe und funkte die drei Farbauszüge vom Ort des Geschehens an die Zeitungen. Die Übermittlung an rund 100 Blätter, die an den dpa-Bildfunk angeschlossen waren, dauerte 45 Minuten. Sechs bis zehn Stunden lagen zwischen der Entwicklung der Diafilme und dem Anlaufen des Zeitungsrotationsdrucks [44]. Trotz der Geschwindigkeiten mußten in der Anfangszeit der Farbausgaben z.B. beim „Stern“ die Reportagen sechs Wochen im voraus geplant werden [45]. Mitte der 1980er Jahre konnte die „Stern“-Redaktion dagegen eine aktuelle Farbstrecke von acht Seiten noch drei Tage vor Erscheinen ändern [46]. Bei Tageszeitungen war Farbe allerdings weiterhin die absolute Ausnahme, was auch auf Wochenblätter zutraf. Die Zeitung „Die Zeit“ fügte jedoch ihrem schwarzweißen Hauptblatt ab 1969 mit dem „Zeit-Magazin“ ein farbiges Heft bei.

Die Vorliebe der Fotojournalisten für das Farbdiapositiv anstelle der Papierbilder lag neben der schnelleren Entwicklungszeit auch an der eindrucksvolleren Präsentationsmöglichkeit per Projektion in den Zeitschriftenredaktionen, vor allem nachdem Kodak 1964 den Carousel-Projektor mit Rundmagazinen herausgebracht hatte und damit 80 Dias unterbrechungsfrei gezeigt werden konnten. Andererseits benötigten Fotojournalisten in Sachen Farbfotografie offenbar durchaus auch noch spezifische Aufnahmekenntnisse, so daß z.B. das Agfa-Technikum 1967 und 1968 Color-Sonderkurse für Bildjournalisten veranstaltete [47].

Einstellhilfen, Automatisierungen und elektronische Steuerungen im Kamerabau

Die Grundfunktionen des fotografischen Aufnehmens mit dem Visieren, Scharfstellen, der Lichtmessung, der Belichtung durch Blende und Verschlußzeit und dem Auswechseln des Aufnahmematerials blieben bis in die 1960er Jahre einzelne, manuell auszuführende Schritte. Eine möglichst schnelle Synchronisierung der Handhabungsabläufe erforderte anspruchsvolle Lösungen, die erst nach und nach kombiniert in Kamerasysteme einfließen und die Ansprüche der Pressefotografen erfüllen konnten.

Bei den Sucherkameras gab es schon seit 1932 (z.B. Leica II) eine Verbindung von Entfernungsmeßsucher mit der Entfernungseinstellung am Objektiv. Der kombinierte Filmtransport und Verschlußaufzug wurde zunehmend (z.B. Leica M3, 1954) anstelle eines Drehknopfes durch einen Schnellschalthebel mit einer kurzen Spannbewegung vereinfacht. Die Belichtungsmessung wurde durch aufsetzbare Geräte (z.B. Leicameter M, 1954) mit dem Zeitenrad gekuppelt. Die Blende mußte vorerst weiterhin am Objektiv eingestellt werden, ohne Verbindung zum Meßvorgang. Die Canon 7 Meßsucherkamera verfügte allerdings schon 1961 über einen eingebauten Belichtungsmesser mit Innenkupplung der Verschlußzeiten. Eine exakte Lichtmessung durch das Objektiv erhielt die Leica erst 1971 mit dem Modell M5.

Bei den Kleinbild-Spiegelreflexkameras blieb nach dem Auslösen der Spiegel in der oberen Position und schloß den Sucher. Erst die Asahiflex IIb von 1954 brachte nach Vorentwicklungen anderer Hersteller (wie Praktiflex, 1939) einen Rückschwingspiegel, der den Sucherdurchblick wieder frei gab. Was bei Sucherkameras der Meßsucher mit dem Mischbildfeld für die schnelle Scharfstellung bedeutete, übernahmen bei den Reflexkameras der Schnittbildindikator bzw. der Mikroprismenring in der Suchermattscheibe. Eine Innenmessung der Belichtung kam bei Spiegelreflexkameras in den frühen 1960er Jahren mit der Topcon Super D (1960) und der Pentax Spotmatic (1964). Während bei Sucherkameras die Blende auf einem jeweiligen Arbeitswert eingestellt bleiben kann, muß bei Spiegelreflexkameras, bei denen der Sucher durch das Objektiv funktioniert, die Blende möglichst immer voll geöffnet sein, um ein helles Sucherbild zu behalten. D.h., es wird ein Kamera-Objektiv-Mechanismus benötigt, der der Belichtungsmeß-Einheit den Blendenwert mitteilt, aber dennoch die Blendenlamellen erst im Auslösevorgang auf die erforderliche Blende schließt. Die Praktika FX2 (1956) verfügte erstmals über eine Springblendenauslösung. Einen Blendensimulator besaß z.B. 1960 die Contarex I, die zudem sogar eine Kreuzkupplung von Blende, Belichtungsmesser und Verschlußeinstellung hatte.

Mit der Steigerung der Filmempfindlichkeiten erforderte die Belichtung immer präzisere Steuerungsabläufe, was in den 1970er Jahren zu elektronischen Lösungen führte. Die Kamerafirmen gingen dazu über, die Verschlußzeiten nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch zu bilden (z.B. Contarex super electronic, 1968; Edixa Electronica TL, 1971) und auch die Blendenwertübertragung bei Offenblendmessung elektronisch vorzunehmen (z.B. Praktica LLC, 1970). Damit war die Zeitautomatik möglich (Pentax Electro Spotmatic, 1972; Nikkormat EL, 1972), die die Belichtungszeit nach der Blendenvorwahl selbst einstellte. 1976 übernahm ein Microcomputer die Steuerung der Canon AE-1, und im gleichen Jahr konnte die Olympus OM-2 die Blitzbelichtung während der Aufnahme durch das Objektiv messen. Der nächste Schritt war die Kombination von Zeit- und Blendenautomatik (z.B. Minolta XD-7, 1977; Canon A-1, 1978), bei der sich je nach Vorwahl der jeweils andere Wert selbst ermittelte.

Bei der Blitztechnik führte Honeywell 1965 mit dem Strobonar die automatische Lichtmengensteuerung ein, durch Voreinstellung der Filmempfindlichkeit und des Blendenwerts, und 1972 verkürzten die Firmen Braun und Metz mit der Thyristor-Blitzabschaltung die Nachladezeit erheblich und erfüllten damit ein besonderes Anliegen der Pressefotografen. 1979 entwickelten Braun und Metz auch den SCA-Adapter (Special Camera Adaption), der die Blitzgeräte mit den elektronischen Funktionen der Kamera direkt verband [48].

Im Objektivbau stellten die ab Anfang der 1970er Jahre präsentierten Prototypen mit motorischer Scharfstellung den Fotojournalisten eine weitere Einstellerleichterung in Aussicht. So zeigte Nikon 1971 ihr erstes Autofokus-Objektiv AF-Nikkor 4,5/80 mm und Pentax 1976 ein 2,8/35-70-mm-AF-Zoom. Sonstige Verbesserungen der optischen Abbildungsqualität erfolgten z.B. durch den erstmaligen Einsatz von Fluorid-Gläsern (z.B. 1970 Canon FL-F 5,6/300 mm) oder asphärischen Linsen in Zoom-Objektiven (z.B. 1978 Canon FD 3,5/24-35 mm).

1970 stellte Canon mit der F1 ihre erste ausgewiesene Profi-Kamera vor, eine Kleinbild-Spiegelreflex-Systemkamera, die alle Merkmale der Nikon F aufwies. Canon produzierte seit 1956 mit der VT eine eigenständige Sucherkameraserie und ab 1959 mit der Canonflex auch eine Spiegelreflexkameraserie, die bei den Berufsfotografen jedoch keinen Erfolg hatte; sie blieben insbesondere in den USA bei der vertrauten Nikon [49]. Die Canon F1 sollte die Nikon nun übertreffen. Bei ihr saß der Belichtungsmesser im Kameragehäuse und nicht im Sucherprisma, womit alle Kupplungselemente zum Objektiv innen lagen und so vorteilhaft vor äußeren Einwirkungen geschützt waren. Das Kamerasystem verfügte u.a. über einen Motor und erhielt im Einführungsjahr 1971 einen Objektivsatz für das FD-Bajonett von 11 Brennweiten mit 4/17 mm, 2,8/24 mm, 3,5/28 mm, 2/35 mm, 1,8/50 mm, 1,2/55 mm, 2,8/100 mm, 2,5/135 mm, 4/200 mm, 5,6/300 mm und ein Zoomobjektiv 5,6/100-200 mm [50]. Obwohl das Canon-System alle erforderlichen Qualitäten für Berufsfotografen aufwies, blieben die meisten Fotojournalisten doch bei Nikon, die ebenfalls 1971 das neue Modell F2 herausbrachten. Sie verfügte neu u.a. über eine Ein/Aus-Schaltung mit dem Spannhebel, ein 100 %-Sucherbild, im Sucher eingespiegelte Blendeneinstellung sowie Blitzbereitschaft und Belichtungsabgleich mit Leuchtdioden. Im gleichen Jahr erhielt die F2 noch drei lichtstarke Objektive mit 2,0/28 mm, 1,4/35 mm und 2,8/300 mm.

Mitte der 1970er Jahre erschienen ein paar alternative Kameras, die teilweise auf klassische Technik zurückgriffen. 1976 erfuhr die Leica-Sucherkamera M4 als M4-2 eine Wiederbelebung, obwohl mit der M5 seit 1971 ein Modell mit eingebauter Belichtungsmessung vorhanden war. 1978 kam eine neue Mittelformatkamera auf den Markt, die an die Faltkameras der Pressefotografen von vor 1914 erinnerte. Es war die Plaubel Makina 67 Meßsucherkamera für das 6 x 7-cm-Aufnahmeformat, mit einem über eine Spreizenmechanik versenkbaren Nikkor-Objektiv 2,8/80 mm, eingebautem Belichtungsmesser sowie einer Blenden- oder Zeitenvorwahl. Die 1974 herausgekommene Minox 35 war mit dem hinter einer Klappe versenkbaren Objektiv 2,8/35 mm so kompakt, daß viele Fotojournalisten sie als jederzeit verfügbare Hemdentaschenkamera mitführten.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts überraschte die Firma Sony (1981) die Fachwelt mit der Vorstellung ihrer Mavica (Magnetic Video Camera), dem ersten funktionsfähigen System für die Aufnahme, Speicherung und Weiterverarbeitung elektronischer Stand-bilder. „Die Kamera, die keinen Film braucht“ warb Sony zur Berliner Funkausstellung 1981 für die Mavica, die ausschließlich für die Presse entwickelt wurde. Das später als Urahn der elektronischen Fotoapparate bezeichnete Gerät brachte Sony zwar nicht auf den Markt. Aber ihr Einsatz für die größte japanische Zeitung „Asahi Shimbun“, die mit Hilfe dieses Systems 1984 Bilder von den Olympischen Spielen in Los Angeles nach Tokio übertrug, sorgte für Aufsehen in der Fotoindustrie und zeigte sowohl den Fotojournalisten als auch den Bildredakteuren, in welche Richtung sich die Produktionsmittel der künftigen Bildberichterstattung bewegen würden.


Anmerkungen

[1] Vgl. diese Aufsatzreihe Teil I–IV in: Rundbrief Fotografie, Vol. 11 (2004), Nr. 4, S. 27–33 (Teil I: 1883–1913); Vol. 12 (2005), Nr. 1, S. 27–33 (Teil II: 1914–1932); Vol. 12 (2005), Nr. 4, S. 13–24 (Teil III: 1932–1939); Vol. 13 (2006), Nr. 3, S. 10–17 (Teil IV: Zweiter Weltkrieg).
[2] Vgl. Ruhl, Klaus-Jörg: Die amerikanische Besatzungszone. Düsseldorf 1979, S. 58.
[3] Vgl. Greuner, Gerhard: Lizenzpresse – Auftrag und Ende. Berlin (DDR) 1962, S. 265–272.
[4] Vgl. Koszyk, Kurt: Presse unter alliierter Besatzung. In: Wilke, Jürgen (Hg.): Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Köln 1999, S. 31 ff.
[5] Zur Geschichte der Fotografie in der illustrierten Presse der Bundesrepublik vgl. Eskildsen, Ute: Fotografie in deutschen Zeitschriften 1946–1984. Stuttgart 1985.
[6] Vgl. Weise, Bernd: Under Control – Zur Situation der Pressefotografie nach 1945. In: Ruhrlandmuseum (Hg.): Bildberichte. Aus dem Ruhrgebiet der Nachkriegszeit. Essen 1995, S. 212 ff.
[7] Vgl. Weise, Bernd: Existenzielles im Fokus – Bildjournalisten. In: Der Journalist (Sonderausgabe), Weichenstellungen – 60 Jahre DJV, Remagen (November 2009), S. 32–34.
[8] Vgl. Neue Deutsche Presse, Nr. 4 (August 1947), S. 6.
[9] Vgl. Die Deutsche Zeitung, Nr. 2 (1948), S. 8.
[10] Reuter, Niels: Einführung in die Pressefotografie. Frankfurt a.M. 1956, S. 31.
[11] Vgl. .
[12] Vgl. Boedecker, Ludwig: Pressephotographie und Bildberichterstattung. Bunzlau 1926, S. 13 und 48.
[13] Vgl. Weizsäcker, Ralph: Der Bildreporter. Seebruck 1950, S. 10.
[14] Vgl. Bron, Pierre, und Condax, Philip l.: Der Foto-Blitz – Seine Geschichte. Allschwill 1998, S. 72 ff.
[15] Vgl. ebd.; Harald Egerton hatte am Massachusetts Institute of Technology die Grundlagen des modernen Elektronenblitzlichtes für die Fotografie entwickelt.
[16] Vgl. Bron, Pierre und Condax, Philip l., wie Anm. 14, S. 174 ff.
[17] Vgl. ebd., S. 188 ff.
[18] Weizsäcker, wie Anm. 13, S. 10.
[19] U.a. wurde mit der Executive Order 9604 des amerikanischen Präsidenten vom 25.8.1945 ein Mikroverfilmungsprojekt in Gang gesetzt, um sowohl Patente im Reichspatentamt als auch Forschungs- und Produktionsakten deutscher Firmen zu kopieren. Bei den Leitz-Werken wurden allein 198.000 Seiten verfilmt; vgl. Steininger, Rolf: Deutsche Geschichte seit 1945, Band 1: 1945–1947. Frankfurt a.M. 1996, S. 282 ff. Dazu auch: Londoner Abkommen über die Behandlung deutscher Patente vom 27.7.1946; vgl. Bremer Ausschuß für Wirtschaftsforschung (Hg.): Am Abend der Demontage – Sechs Jahre Reparationspolitik. Bremen 1951, S. 125 f.
[20] Der Nachweis über Nachbauten von Kameras in dieser Zeit ist in der Literatur umfangreich dargestellt. Unter der vorliegenden Themenstellung wird auf eine nähere Betrachtung verzichtet.
[21] Vgl. Shell, Bob, und Richter, Günter: Canon Handbuch – Das komplette Canon System von gestern bis heute. München 1994, S. 12.
[22] Vgl. Braczko, Peter: Das Nikon Handbuch. Hückelhoven 1999, Kap. 1.4.
[23] Über die Nikon SP vgl. Braczko, Peter: 50 Jahre Nikon SP. In: Photo Deal, Nr. II (2007), S. 32 ff.
[24] Die mit dem Pulitzer-Preis zwischen 1942 und 1999 ausgezeichneten Pressefotos wurden zu rd. 57 % mit einer Nikon, 15 % Speed Graphic, 12 % Leica, 5 % Canon, 4 % Rolleiflex, 1 % Hasselblad, 1 % Pentax, 1 % Minolta und zu 4 % mit verschiedenen anderen Kameramarken gemacht; vgl. Buell, Hal: Zeitbilder – 45 Jahre Pulitzer-Preis-Fotografie. Köln 2000.
[25] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1958), S. 95.
[26] Vgl. ebd., S. 69.
[27] Am 1.1.1958 wurde die Filmempfindlichkeitsbezeichnung in Zehntel-DIN-Graden mit der DIN-Norm 4512 aufgegeben und eine angepaßte ASA-Umrechnung eingeführt. Vgl. Koshofer, Gert: Filmempfindlichkeiten im Wandel. In: MFM, Nr. 1/2 (2003), S. 28 ff und Nr. 4 (2003), S. 36 ff.
[28] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1958), S. 77 ff.
[29] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1959), S. 91.
[30] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1960), S. 66.
[31] Der Bildjournalist, Nr. 1 (1959), S. 2 ff.
[32] Vgl. ebd., S. 25.
[33] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1958), S. 89.
[34] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 3 (1956), S. 54.
[35] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 1 (1959), S. 30.
[36] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 4 (1960), S. 86.
[37] Vgl. Eskildsen, wie Anm. 5, S. 9.
[38] Vgl. Hilgenstock, Sabine: Die Geschichte der BUNTEN (1948–1988). Frankfurt 1993, S. 145.
[39] Vgl. 50 Jahre das Beste vom Stern, Beilage des Jahrgangs 1998, Hefte 6 und 11.
[40] Vgl. Hilgenstock, wie Anm. 38, S. 79 ff.
[41] Vgl. Ernst Leitz GmbH (Hg.): Kleine Leica-Chronik. Wetzlar 1982, S. 35 ff.
[42] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 1/2 (1968), S. 14 f.
[43] Ebd., S. 38.
[44] Vgl. ebd.
[45] Vgl. Lebeck, Robert, und Willenbrock, Harald: Rückblenden – Erinnerungen eines Fotojournalisten. München 1999, S. 152.
[46] Vgl. Eskildsen, wie Anm. 5, S. 10.
[47] Vgl. Der Bildjournalist, Nr. 1/2 (1968), S. 21 und 38.
[48] Vgl. Bron und Condax, wie Anm. 14, S. 188 ff.
[49] Vgl. Shell, Bob, und Richter, Günter, wie Anm. 21, S. 24/25, 37 und 58.
[50] Vgl. ebd., S. 155 ff.

18.03.2012