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Blog zur zeitgenössischen Fotografie
und digitalen Bildkunst
 

  Fotobücher in novum-Grafik – Fotobücher "neu gelesen", Folge 6
von Thomas Wiegand

1958 gründeten die Grafiker Karl Oskar Blase (Kassel, geb. 1925), Fritz Fischer (Darmstadt, 1919-1997), Dorothea Fischer-Nosbisch (Darmstadt, geb. 1921), Hans Hillmann (Kassel, geb. 1925), Günther Kieser (Frankfurt, geb. 1930), Helmut Lortz (Berlin, 1920-2007), Hans Michel (Frankfurt, 1920-1996), Erika Müller (Offenbach, geb. 1927), Wolfgang Schmidt (Kassel/Frankfurt, 1929-1995) und Enzo Roesli (Zürich, geb. 1931) die „NOVUM Gesellschaft für neue Grafik mbH Frankfurt“.[1] Die Agentur novum sollte mit einem eigenen Geschäftsführer von Frankfurt aus Aufträge aquirieren und an die weiterhin selbstständig in eigenen Ateliers arbeitenden Mitglieder verteilen, was aber nicht ausschließen sollte, dass man auch gemeinsam an einem Projekt arbeitete. Das Geschäftsmodell erinnert an die 1947 gegründete Fotografenkooperative „Magnum“, hatte aber nicht deren Erfolg und Lebensdauer, obwohl es 1959 zu novum hieß: In der Arbeit sei „der Bogen weit gespannt von nüchtern-sachlicher Zweckgebundenheit bis zur künstlerisch eigenständiger Interpretation“, in der Zusammenarbeit sei „ein künstlerischer und menschlicher Freundschaftbund entstanden, in dem jeder neidlos nur das Beste anerkennt.“[2]

Ein einheitliches Erscheinungsbild oder ein charakteristischer „novum“-Stil war mit der neuen Firma nicht verbunden, außer, dass sich die Mitglieder bzw. Mitgesellschafter durch einen entsprechenden Namenszusatz als zugehörig zeigten und ein von Helmut Lortz entworfenes Signet verwenden konnten. 1960 und 1962 gab es Gemeinschaftsausstellungen von novum in Darmstadt bzw. Kassel.[3] Weil sich die Firmenkonstruktion auf Dauer als zu kompliziert erwies, endete die Geschichte von novum nach wenigen Jahren. Kurz nach der zweiten Ausstellung endete der Geschäftsbetrieb in der Frankfurter Zentrale und die Grafiker arbeiteten für sich allein weiter. Ende 1971 kam der Name zu neuen Ehren, als sich die traditionsreiche Fachzeitschrift „Gebrauchsgraphik“ mit der ersten Ausgabe 1972 in „novum“ umbenannte, was freilich nicht jedem der früheren novum-Mitstreiter gefallen haben mag.[4]

Es soll hier aber weder um die Firmengeschichte noch um die Karrieren und Werke der beteiligten Grafiker gehen, sondern ausschließlich um die wenigen Fotobücher, die die novum-Grafiker gestaltet haben. Die Domäne von novum waren Gebrauchsgrafik und Werbung; die Mitglieder waren insbesondere für die Filmwirtschaft tätig und lieferten Entwürfe für Plakate und Programmhefte.[5] Die überwiegende Menge an Drucksachen, die von novum gestaltet wurde, waren Anzeigen, Plakate und Broschüren. Die zweite und dritte Ausgabe des Jahrbuchs „Werbeform“ kündet jeweils von diesen Arbeiten.[6] Buchgestaltungen waren die Ausnahme. Die Fotobücher der novum-Grafiker sind an zwei Händen abzuzählen und das auch nur, wenn man den Zeitrahmen über die eigentliche Geschäftszeit der Firma novum von 1958-1962 hinaus großzügig bis zum Ende der 60er-Jahre ausdehnt.

Nicht jedes novum-Mitglied hat sich mit Fotobüchern beschäftigt. Der in den fünfziger Jahren für die Amerika-Häuser und den U.S.-Informationsdienst tätige Karl Oskar Blase beispielsweise arbeitete zwar häufig mit Fotografien für Ausstellungskataloge und Informationsbroschüren, aber eben nicht für Fotobücher im engeren Sinne.[7] Allerdings gestaltete er mit seinem Kompagnon Felix Müller die deutschen Kurzkataloge von Edward Steichens berühmter Ausstellung „Family of Man“, die auch hierzulande auf Tour war. Jede Station erhielt eine individualisierte Fassung, wobei der eigentliche Bildteil gleich blieb.[8] Der kleine Katalog liegt in mindestens zwei verschiedenen Einbandvarianten (1955 und 1958) vor. Blase und Müller schufen 1956 auch den vermutlich ersten deutschen Ausstellungskatalog mit Arbeiten von Henri Cartier-Bresson.[9] Typisch für solche Arbeiten ist die Verwendung von farbigen Papieren und Flächen.

Während der fünf Jahre ihres Bestehens erschien nur ein einziges Fotobuch von novum-Grafikern. Dieses freilich ist so auffällig in seiner für Deutschland konkurrenzlosen Konzeption, dass es in einem Fotobuchkanon nicht fehlen dürfte. Doch so klar das erscheint, wenn man den Band in der Hand hat, so schwer ist es, das Objekt überhaupt zu finden, denn sein Titel ist gut versteckt und der Lieferant des kurzen Vorworts ist nicht der eigentliche Autor des Buches. Diese bibliografischen Tücken dürften auch den Antiquaren zu schaffen machen, die dann mit dem ohnehin eher unauffälligen, aufgrund der Klebebindung sehr fragilen und mit einem rätselhaften Einband versehenen Heft nicht allzu viel werden anfangen können; das Objekt kommt im Handel nicht vor. Es ist laut Eintrag im bayerischen Bibliotheks-Verbundkatalog als ergänzender „Bildband“ der letzte Teil eines fünfbändigen Werks, das sich dem Thema „Berufsberatung und Berufsausbildung in der Bundesrepublik Deutschland“ widmet und dessen ersten vier Bände je drei Texte in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch enthalten.[10] Diese Zuordnung ist allerdings weder aus dem deutschsprachigen Textband zu entnehmen noch im Bildband zu erkennen.

„Unser wichtigster Auftrag war die internationale Arbeitsausstellung in Turin 1961“ (Blase).[11] Die Firma novum hatten den Auftrag erhalten, die deutsche Abteilung auf der Internationalen Arbeitsausstellung in Turin 1961 zu gestalten. „Daran arbeiteten wir ein ganzes Jahr, und jedes novum-Mitglied bearbeitete ein Thema“ (Hillmann).[12] Das Zusammenwirken von Kreativen war in diesem Fall nicht einfach und es soll für diesen Job Reibereien mit dem Ausstellungsarchitekten gegeben haben, was das Zeitfenster bis zur Eröffnung der Ausstellung immer kleiner werden ließ. Am Ende wurde dann doch alles fertig bis hin zu begleitenden Publikation, die weder die Exponate erklärt noch das Thema „Berufsberatung und Berufsausbildung in Deutschland“ direkt aufgreift. Das Impressum der Broschur nennt „Hans Michel und Günther Kieser, novum“ als Gestalter. Der sehr kurze, in vier Sprachen wiedergegebene Text gleich auf der ersten, nicht bebilderten Seite stammt von Anton Sabel (1902-1983), dem damaligen Leiter der Bundesanstalt für Arbeit, die womöglich an der Auftragsvergabe an novum und an der Konzeption des Buches mitgewirkt hat. Das kleine Vorwort beschert Sabel jedenfalls die große Ehre, als einzig greifbarer Autor des Werks zu gelten, was den eigentlichen Schöpfern – den novum-Designern – nicht gerecht wird.

Die 80seitige Broschüre „schicksal aufgabe chance“ erschien in einer Auflage von 100000 Exemplaren und man fragt sich, was aus dieser riesigen Menge geworden ist. Dies gilt ebenso für die zweite von novum unter dem gleichen Zeitdruck gestaltete Publikation zu dieser Ausstellung, ein achtseitiges Faltblatt in zwei Sprachversionen, das in einer Gesamtauflage von einer Million gedruckt wurde. Diese Informationen sind dem von Karl Oskar Blase gestalteten Abschlussbericht zum deutschen Engagement auf der Turiner Ausstellung zu entnehmen, der auch eine Vielzahl von Fotos des deutschen Standes enthält.[13]

Die in Kupfertiefdruck reproduzierten Fotos in „schicksal aufgabe chance“ lieferten einige der besten deutschen Fotografen der Zeit: Carl Andreas Abel, Monika von Boch, Robert Häusser, Wolfgang Haut, Robert Lebeck, Abisag Tüllmann, Ludwig Windstosser und andere, aber auch Agenturen wie dpa, roe-Bild und Dr.Wolff & Tritschler. Zwischen den Bildseiten fallen an drei Stellen eingeschossene, je zwei Blätter umfassende Inserts aus dünnem, rostroten Karton auf, die im Offsetverfahren ebenfalls mit Fotos bedruckt sind. Die roten Außenseiten zeigen Motive, die mit den gegenüberliegenden Kupfertiefdrucktafeln direkt korrespondieren, zweimal einen kleinen Jungen und auf den Doppelseiten in der Mitte jeweils eine Wiederholung des Einbandmotives. Als solches dient eine grafisch zum reinen Schattenriss verfremdete Aufnahme einer Gruppe von Menschen, die in einem Boot sitzen – nur der Fährmann steht. Die Silhouetten der Passagiere spiegeln sich im Wasser. Während die anderen Bilder auf den roten Seiten aufgerastert sind, wurde dieses zentrale Motiv ohne Rasterung vollfarbig schwarz gedruckt. Das gilt auch für den Einband, der, wenn man die Innenklappen hinzunimmt, das Boot in voller Länge zeigt, während auf den roten Seiten innen nur der Ausschnitt mit den Personen zu sehen ist. Eine Umkehrung der Tonwerte dieses Motivs wurde als „Innentitel“ verwendet, der aber erst nach der ersten Seite mit dem Vorwort von Sabel und vier reinen Bild-Doppelseiten kommt. In die Weißräume wurde der Titel „schicksal aufgabe chance“ in Deutsch und in den drei anderen Sprachen gesetzt. Die Bilder sind im Übrigen weder mit Titeln versehen noch sind sie nummeriert oder ihren Urhebern zugeordnet. Das erschwert zwar die Beschreibung des Ganzen, charakterisiert aber den Band in ziemlich kompromissloser Weise als Bilderbuch, als wahres Fotobuch, bei dem sich die einzelnen Teile einem Gesamtkonzept unterzuordnen hatten. Man müsse das weitgehend textlose Werk „mehrfach durchblättern, um die Idee der Bildfolge … zu verstehen“.[14]

Die Aufnahmen kreisen thematisch im weitesten Sinne um das Thema Arbeit. Zuerst sieht man Beine, die von einem Brett in eine Stadtszene hineinbaumeln, hinten die Kuppel des Kapitols in Washington, vorn ein Erdhaufen, der auch ohne Schippenstiele als Apell dient: Packen wir es an! Die nächste Doppelseite zeigt Arbeiter in einem Steinbruch links und einen Mann auf einem Esel reitend rechts, dann kommen zwei weitere Transportbilder, wo sich Menschen mit riesigen Lasten mühen. Als nächstes bestaunen zwei Jungen etwas, während auf der gegenüberliegenden Seite ein rauchender Schornstein und ein Kran mit einer Last in steiler Untersicht à la Bauhaus zu sehen sind: Die Jungen scheinen dorthin aufzuschauen. Dann kommt der bereits erwähnte Innentitel. Weiter geht es mit Menschen im Gespräch, mit Hand-Arbeit, mit einer vier Bilder umfassenden Kaufszene aus einem Schuhgeschäft, der das erste Insert auf dem rostroten Karton gegenübersteht. Darauf abgebildet sind Schuhe im Mülleimer. Die vierte Seite des ersten Inserts zeigt das frei gestellte Portrait eines Jungen mit Mütze. Dieser ist auf der gegenüberliegenden Bildseite als Teil einer Schülergruppe mit dem Lehrer in Rückenansicht auszumachen.

Es geht weiter mit Szenen der Ausbildung und der hoch qualifizierten, saubere Arbeit in Forschung und Medizin, aber auch mit körperlich anstrengenden Jobs in der Produktion. Am Ende der Sequenz vor dem nächsten, als Zäsur eingesetzten Insert ist ein Mann mit Aktentasche zu sehen, der offenbar Feierabend hat und auf dem Nachhauseweg ist. Gegenüber wird, jetzt wieder auf Rostrot, getanzt, was auch für die vierte Seite des zweiten Inserts gilt. Dieser gegenübergestellt ist ein Obstverkäufer hinter seinen Waren, gefolgt von drei weiteren Doppelseiten zum Thema Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft. Nochmals Hände an der Arbeit, zweimal sechs Bilder auf einer Doppelseite, weiteres Hand-Werk zwischen Töpfern und Straßenkehren folgt, und ganz zum Schluss sitzen vier Rentner auf einer Bank (auch die Hände der Rentner fallen sofort auf). Als letztes Kupfertiefdruckbild ist eine ältere Dame zu sehen, die mit gefalteten Händen ein (verdientes, so legt es die Dramaturgie nahe!) Nickerchen auf dem Sofa macht. Das letzte Insert beschließt die Bildstrecke mit einem Zeitungsverkäufer und auf der letzten Seite taucht der schon bekannte kleine Junge nochmals als Zeichen für die hoffnungsvolle Zukunft auf. Die Mischung mit Bildern über einfache, harte Arbeit und über saubere Jobs in Büros und im Hightech-Bereich, mit Aufnahmen aus Konsum und Freizeit, aus Jugend und Alter ist leicht verständlich. Die mehrfach wiederholte Bildmethapher, dass alle im gleichen Boot sitzen, unterstützt dies. Arbeit und Ausbildung sind eminent wichtig: „schicksal aufgabe chance“. Die Abfolge funktioniert trotz der komplexen Aussagen und der Sprünge ganz ohne Worte, was für eine hohe Qualität der Gestaltung spricht. Und natürlich haben auch die Fotografinnen und Fotografen dazu beigetragen. Die Bilder sind modern fotografiert, oft sind Einflüsse der Bauhausmoderne, der Neuen Sachlichkeit oder der „subjektiven fotografie“ der 50er-Jahre zu finden, aber kein Stil überwiegt und es ist keine individuelle Handschrift eines Bildlieferanten zu erkennen. Die geschickte Bildredaktion ermöglichte eine Bildfolge wie aus einem Guss. Parallelen könnte man zu der von Karl Pawek geprägten Zeitung „magnum“ ziehen, für die ein Teil der beteiligten Fotografen tätig war. Es gibt in Gestalt von Haut, Höpker und Tüllmann auch Überschneidungen zu dem von Pawek im magnum-Stil redigierten Buch „Unbehagen am Wohlstand“, das die Frankfurter Werbeagentur Brose 1960 als Weihnachtsgabe für ihre Geschäftsfreunde hatte drucken lassen.

Das Katalogbuch der Ateliergemeinschaft Hans Michel und Günther Kieser gehört zu den interessantesten und besten deutschen Fotobüchern der sechziger Jahre. Die grafischen Verfremdungstechniken (bei dem Boot auf dem Umschlag) und die Verwendung von farbigem Papier für die Inserts weisen diese Publikation als Kind seiner Zeit aus, ein Kind allerdings, das höchsten Ansprüchen zu genügen wusste.

Auf diesem Niveau ging es auch nach dem Ende von novum weiter. Fast jeder der Beteiligten hatte in den sechziger Jahren mindestens ein bemerkenswertes Fotobuch gestaltet.

Hans Michel war 1963 verantwortlich für die Gestaltung von Abisag Tüllmanns Frankfurt-Portrait „Großstadt“. Es ist das auffälligste Städtebuch Deutschlands seiner Zeit und kann mit allen großen internationalen Produktionen mithalten, auch denen von William Klein, denen Tüllmann ohne Frage einen Teil ihrer Inspiration verdankt. Michel bändigte die von der Fotografin gelieferte Bilderflut durch die Einführung eines wie ein Filmband am unteren Rand mancher Seiten durchgehenden Bildstreifens, der die großen Abbildungen darüber oder auf Doppelseiten kommentiert, vertieft oder konterkariert. Die Frankfurter Fotografin hatte sich im Umfeld von novum bewegt und erhielt von dort auch Aufträge. Tüllmanns Großstadt-Buch wurde unlängst ausführlich in dem Katalog analysiert und beschrieben, der anlässlich der ihr gewidmeten Retrospektive in Frankfurt erschien.[15] Dort wurde sogar Michels Maquette für das Fotobuch gezeigt. Deshalb ist es nicht nötig, das Thema hier weiter zu vertiefen.

Auch Günther Kieser war als Gestalter an einem außergewöhnlichen, großen Fotobuch beteiligt: ein Portrait des Hessischen Rundfunks in Frankfurt, für das Herbert Schwöbel fotografiert hatte. Kieser machte aus den außergewöhnlichen Fotos und eingestreuten Textzitaten eine anspruchsvolle Studie über die moderne Kommunikation. Zu sehen sind Stillleben von technischen Geräten, aber auch Menschen bei der Arbeit im Funkhaus. Schwöbels eigenwillige, auf Dunkelkammermanipulationen zurückgehende Fototechnik der auf wenige Grautöne, Weiß und Schwarz reduzierten, wie fotokopiert wirkenden Tonwertskala mag von der „subjektiven fotografie“ entlehnt gewesen sein, passt aber in ihrer konsequenten Anwendung perfekt zum Sujet. Denn die neuartige Optik verleiht selbst banalsten Kabelgewirren, Antennenmasten oder Studioszenen einen besonderen Reiz. Das Konzept, eine moderne Rundfunk- und Fernsehanstalt im Sinne von Kommunikation und Information zu zeigen, erforderte eine andere Art der Fotografie, als nur jemanden in die Kamera lächelnd bei irgendeiner Arbeit zu zeigen oder das Neujahrskonzert im Sendesaal brav so abzulichten, dass man sogar erkennen kann, wer das Orchester dirigiert. Nein, es ging nicht um einen Rechenschaftsbericht für die Aufsichtsgremien, sondern um eine selbstbewusste Positionierung in einem Zukunftsmarkt. In diesem Sinne darf man neben der avantgardistischen Gestaltung auch ein Zitat von Jean Cocteau interpretieren, das im Buch zu finden ist: „Solange der Weg zum Hörer über eine Hürdenstrecke von Schreibtischen führt, ist der Funk verloren. Er hat erst eine Chance, wenn seine Angestellten und Bearbeiter ihre Schreibtische aus dem Fenster werfen.“ Im Frankfurter Funkhaus wurde zur gleichen Zeit auch die Satire „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“ (nach Heinrich Böll von und mit Dieter Hildebrandt) gedreht.

Die vier Farbseiten in Schwöbels Buch wurden in Magenta oder Cyan gedruckt, zwei der drei Skalenfarben für eine farbige Wiedergabe in der Drucktechnik. Die Hardcoverversion dieses Bilderbuchs wurde nur aus einem ganz bestimmten Grund mit einem speziellen Schutzumschlag ausgestattet: „Aus Anlaß des fünfzigsten Geburtstages von Intendant Werner Hess am dreizehnten Oktober Neunzehnhundert vierundsechzig überreicht vom Hessischen Rundfunk.“ Den Schutzumschlag ziert eine Geburtstagstorte mit speziellen Stromkerzen – und nur hier lässt sich die Signatur Kiesers für die Gesamtgestaltung finden. Das Werk dürfte später (ohne den Widmungs-Umschlag) für die Imagewerbung des Senders eingesetzt worden sein. Selbstverständlich verleiht der mit einem Zitat von Francis Bacon typografisch gestaltete Einband dem Werk auch ohne den Umschlag einen perfekten Auftritt! Fotograf Schwöbel legte 1969 eine in ähnlicher Manier fotografierte Dokumentation einer Ausstellung moderner Kunst in Baden-Baden vor.[16]

Hans Hillmanns Beitrag zur kleinen Schar der Fotobücher von Ex-novum-Mitgliedern ist der von Peter Cornelius (1913-1970) fotografierte Band „Farbiges Kiel“, 1967 vom Presseamt der Stadt herausgegeben. Es handelt sich um einen zwar kleinen, aber fotografisch und gestalterisch anspruchsvollen, modernen Bildband, der der Imagewerbung Kiels diente. Die Texte wurden auf packpapierartiges, braunes Werkdruckpapier gedruckt, das die einzelnen Kapitel voneinander trennt. Hillmann gruppierte die Bilder des Farbfotopioniers Cornelius in ungewöhnlichen An- und Ausschnitten zu kaleidoskopartigen Doppelseiten, auf denen jeweils eine bestimmte Farbe vorzuherrschen scheint. Der Zusammenklang ist perfekt, erneut hatte das Einzelbild gegenüber der Gesamtgestaltung zurückzustehen. Mit Ausnahme eines weiteren, von Hermann Bentele layouteten Kiel-Buches von Cornelius [17] gab es bis dahin kaum ein Buch in Deutschland, in dem die Farbfotografie derartig souverän im Dienste der Sache, nämlich eine Stadt im bestmöglichen Licht zu präsentieren, eingesetzt wurde. Kein Fotobuch, aber ein Buch mit Fotografie ist „Mike Blaubart“, das zu einem vom Hessischen Rundfunk produzierten und im Dezember 1967 gesendeten Fernsehfilm von Gerd Winkler erschien. Hillmann hatte dafür „Ausstattung, Grafik, Tricks“ übernommen und auch das Buch zum Film gestaltet, welches das Drehbuch und viele Szenenfotos enthält. Der Band gehört zu den seltenen Zeugnissen der Pop-Art in Deutschland.[18]

Helmut Lortz war seit 1959 Professor in Berlin. Lortz' drei hier nennenswerte Fotobücher stammen von 1967 und 1968. Er hatte noch weitere Bücher mit Fotos gestaltet, so die Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Pharma-Unternehmens Merck, einen Bildband über Darmstadt oder, um 1964, einen sehr schönen Werbeprospekt für die gleiche Stadt.[19] Im Falle des USA-Buches stammen die Fotos von Lortz selbst, einzige Ausnahme unter den hier vorgestellten Werken, für die ansonsten von Fotografen geliefertes Bildmaterial verwendet wurde.

In zwei Fällen arbeitete Lortz mit dem Fotografen Max Jacoby (1919-2009) zusammen: „Marcel Marceau – Acht Pantomimen“ (1967) und „Berlin Impression“ (1968). Die erste Publikation fällt durch die ungewöhnliche, auf den Inhalt abgestimmte Bindung mittels einer Plastikschiene auf, in die der Buchblock eingeklemmt wurde. Dies erlaubte dem Gestalter, für jede der acht Aufführungen ein sechseitiges Ausklapp-Leporello mit 10 bis 43 annähernd quadratischen, immer gleich großen Schwarzweißabbildungen zu verwenden. Das erste Leporello ist dem Begleittext vorbehalten. Die Fotos zeigen Marceau vor schwarzem Hintergrund agierend. Die in der Tradition von Muybridges Arbeiten oder von Skilehrbüchern mit einzelnen Phasenbildern bis hin zu Daumenkinoeffekten (Fanck, Kruckenhauser)[20] stehende Publikation ist ein auf das Wesentliche reduzierter Versuch, den Bewegungsabläufen des Pantomimen in einer für ein Buch angemessen Form gerecht zu werden.

Die im Auftrag des Presse- und Informationsamtes entstandene, zu Repräsentationszwecken auch in Leinen oder schönes Leder gebundene „Berlin-Impression“ stellt ganz klar die Arbeit des Fotografen Jacoby in den Mittelpunkt. Das Leben der Großstadt wird in vier Kapiteln Morgen, Mittag, Abend, Nacht in passenden Aufnehmen dargestellt. Jedes Kapitel wird durch eine Fotografik eingeleitet. Das Besondere von Lortz' Buchgestaltung ist die konsequent durchgehaltene Gegenüberstellung von schwarzweißen Fotos links und Farbaufnahmen rechts.

Das dritte Fotobuch von Lortz heißt „36 Fotos aus den USA“ und liegt in zwei Versionen vor. Es enthält 36 von Surrealismus und Pop-Art inspirierte Schwarzweißaufnahmen, die der Professor 1965 von einer mit Studenten unternommenen Exkursion in die USA mitgebracht hatte. Möglicherweise wurden für die Abbildungen in beiden Publikationen die selben Lithos verwendet; vielleicht war das privat publizierte Kleinformat eine Art Nebenprodukt der Hochschulschrift.

Die eine Version ist mit etwa 10 x 10 cm winzig und erinnert an ein Daumenkino. Auf dem Einband findet sich eine grobkörnige, hart vergrößerte Aufnahme der amerikanischen Flagge. Das Layout des Büchleins ist schlicht; auf jeder rechten Seite ist eines der quadratischen Fotos mit einem schmalen weißen Rand angeordnet. Bis auf Innentitel, Impressum und die Bildtexte auf einer Ausklappseite ganz hinten gibt es keinen Text im Buch. Allerdings liegt der auch in der zweiten Version abgedruckte Text von Gwendolyn Grey-Lewis lose bei. Jene erschien als eine Art Reisebericht in einer hochschuleigenen Schriftenreihe. Die Variante ist größer, enthält aber die gleichen Fotos in der gleichen Reihenfolge, allerdings in einem anderen Layout. Das dünne Heft präsentiert die quadratischen Aufnahmen auf neun Doppelseiten zu je vier Fotos mit einem sehr kurzen, über alle Seiten durchlaufenden Bildtext. Lortz hatte die Seiten in ein Raster zu je 2 x 2 Feldern eingeteilt und seine Fotos auf jeder Doppelseite immer wieder anders angeordnet, wobei er für die Kombinationen inhaltlich oder grafisch zueinander passende Motive verarbeitete. Die zweite Version der Arbeit erinnert ganz entfernt an Keld Helmer-Petersens Schwarzweißportrait von Chicago.[21] Lortz arbeitete später erneut mit der quadratischen Konzeption für zwei kleinformatige Fotobücher („36 Fotos auf dem Fernen Osten“, 1971; „36 Fotos auf der UdSSR“, 1972).[22]

Der von allen novum-Mitstreitern typografisch und im Einsatz von Bildwiederholungen und -mustern vielleicht am experimentellsten arbeitende Designer Wolfgang Schmidt legte mit „Oh ihr verdammten Arschlöcher“ (1972) ein Künstlerbuch vor, das es in den Fotobuch-Kanon von Badger und Parr geschafft hat.[23] Badger vergleicht Schmidts Typologie von Auto-Auspuffrohren mit den Werken von Ed Ruscha; es ist mit einer Auflage von 200 Exemplaren so selten, dass man es noch nicht einmal per Fernleihe zur Einsichtnahme bestellen kann.[24]

Einen charakteristischen novum-Stil gab es ebenso wenig wie es einen gemeinsamen Stil in der u.a. durch die ehemaligen novum-Mitglieder Hillmann , Blase und deren Schüler und Kollegen geprägten „Kasseler Schule“ gab.[25] Die wenigen hier genannten Fotobücher stehen für sich, wenn auch ihre Gestalter eine gemeinsame Geschichte hatten.




Fotobücher von novum-Grafikern 1961 bis 1968 – Bibliografie
(chronologisch und nach Gestaltern geordnet)


Günther Kieser und Hans Michel, novum
Generalkommissar der Bundesrepublik Deutschland bei der Internationalen Arbeitsausstellung Turin 1961 (Hg.), schicksal aufgabe chance, o.O. 1961 (Vorwort Anton Sabel, Fotos Abel, von Boch, Hartig, Haut, Häusser, Kerner, Lebeck, Perchmeier, Tüllmann, Windstosser, dpa-Bild, roe-Bild, Dr.Wolff & Tritschler), 29 x 23 cm, französische Broschur, 80 Seiten mit 92 Abbildungen (inkl. Wiederholungen), Auflage 100000 Exemplare
Hinweis: Es ist mir nicht bekannt, ob das Buch noch einen zusätzlichen Umschlag besaß; möglich wäre es, denn der Einband ist völlig frei von Text.

Hans Michel
Abisag Tüllmann (Fotos), Richard Kirn (Text), Großstadt. 294 Bilder aus Frankfurt, Frankfurt: Societäts-Verlag 1963, Leinen mit illustriertem Schutzumschlag, 30,2 x 23 cm, 132 Seiten mit 294 Abbildungen, lose beiliegender Werbezettel, Auflage 5000 Exemplare

Günther Kieser
Herbert Schwöbel (Fotos), Hessischer Rundfunk – 81 Funkhausbilder, Frankfurt: Hessischer Rundfunk 1964, Hard- oder Softcover in Japanbindung, Hardcover als Sonderausgabe zum Geburtstag des Intendanten mit illustriertem Schutzumschlag, 28,3 x 21,3 cm (Hc), 28 x 21 cm (Sc), 74 Seiten mit 81 Abbildungen (75 schwarzweiß, 6 monochrom farbig). Die Texte im Buch sind Zitate von verschiedenen Autoren wie Bacon, Einstein und Goethe.

Helmut Lortz
Darmstadt. Herausgegeben vom Verkehrs- und Werbeamt der Stadt Darmstadt, Darmstadt o.J. [um 1964], ca. 21 x 20 cm, 56 S., Text Reinhold Staudt, Fotos Pit Ludwig, Gestaltung Helmut Lortz (Fotos farbig und schwarzweiß, grafisch verfremdetes Motiv als Umschlag. Die Broschüre gab es mit einer passend gestalteten Mappe, in die weiteres Informationsmaterial eingelegt werden konnte, und in einer Variante als Klappenbroschur gebunden in einen weißen, mit einem Zitat und einer Prägung versehenen dünnen, weißen Karton.)

Hans Hillmann
Hinweis: auch am Buch Olympia der Segler Kiel '72 – Olympic Yachting Kiel '72, hg. vom Presseamt der Stadt Kiel, Redaktion Werner Istel, Text Kai Krüger, Fotos Peter Cornelius, Delius Klasing Verlag o.O. [Bielefeld, Berlin] o.J. [1971] war Hans Hillmann zusammen mit Isolde Baumgart als Gestalter beteiligt. Cornelius war vor der Veröffentlichung bei einem Autounfall ums Leben gekommen; daher ist am Ende ein Kapitel über den Fotografen und seine Arbeit angefügt worden. Für den Fotografen brachten seine Frau und sein Sohn das Buch zu Ende.

Helmut Lortz
Marcel Marceau, Acht Pantomimen, mit einem Interview mit Marceau und Fotos von Max Jacobi [= Jacoby], Berlin: Gerhardt Verlag 1967, 25 x 21,2 cm, neun Leporellos ausgeklappt je ca. 25 x 117 cm, 158 Abbildungen, 1. Auflage 5000 Exemplare, 2.Auflage 1985 (6.-7. Tsd.)

Helmut Lortz
Helmut Lortz (Fotos), Gwendolyn Grey-Lewis (Text), 36 Fotos aus den USA, Schriftenreihe der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin, Heft 17, Berlin 1967, Broschur in lose umgelegtem Pappumschlag, ca. 20 x 20 cm, 22 Seiten mit 36 Abbildungen

Helmut Lortz
Helmut Lortz, 36 Fotos aus den USA, (ohne Verlag, ohne Verlagsort), [Darmstadt] 1967, französische Broschur, 10,1 x 10,1 cm, 54 Seiten mit 36 Abbildungen plus eine Ausklappseite mit Bildlegenden, lose Beilage mit Text von Gwendolyn Grey-Lewis

Helmut Lortz
Max Jacoby (Fotos), Hans Scholz (Text), Berlin Impression, Berlin: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin 1968, Softcover, 24,5 x 22 cm (oder Leinen bzw. Leder in Schubern, 24,9 x 22,4 cm), 140 Seiten mit 163 Abbildungen (davon 59 farbig)






Anmerkungen



1 Abbildung der notariellen Gründungsurkunde vom 18.12.1958 in: Jens Müller/Karen Weiland (Red.), Film Kunst Grafik. Ein Buch zur neuen deutschen Filmgrafik der sechziger Jahre, Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 2007, S.164

2 Werner Schwier, novum. Ein Novum in der Gebrauchsgraphik, in: Gebrauchsgraphik Nr.10/1959, S.10ff. (Zitat von S.13)

3 novumgraphik. Karl Oskar Blase, Dorothea + Fritz Fischer Nosbisch, Hans Hillmann, Helmut Lortz, Hans Michel + Günther Kieser, Erika Müller, Wolfgang Schmidt, Katalog zur Ausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt vom 5.11. bis 26.12.1960, Darmstadt: Hessisches Landesmuseum 1960; novumgraphik. Karl Oskar Blase, Dorothea und Fritz Fischer Nosbisch, Hans Hillmann, Helmut Lortz, Hans Michel und Günther Kieser, Erika Müller, Wolfgang Schmidt. Ausstellung im Kasseler Kunstverein e.V. vom 29. September bis 23. Oktober 1962, Kassel: Kasseler Kunstverein 1962

4 Die Erläuterung des Namenswechsels (in Gebrauchsgraphik, 42.Jg./1971, Heft 12) kommt ohne jeden Verweis auf die aus renommierten Grafikern bestehende ehemalige Gruppe novum aus. Vgl. Blase in: Karl Oskar Blase – Grafik Design ´49 bis ´95, Köln: König 1995, S.294

5 Müller/Weiland 2007 (wie Anm. 1)

6 Werbeform 2, Krefeld: Scherpe 1958; Werbeform 3, Krefeld: Scherpe o.J. [1961]. In Band 3 sind die novum-Mitglieder durch den Namenszusatz „novum“ zu erkennen.

7 Blase 1995 (wie Anm. 4), S.288ff.

8 Wir alle – The Family of Man. Eine Photo-Ausstellung mit 503 Bildern aus 68 Ländern geschaffen von Edward Steichen; München: Städtische Galerie und Amerika-Haus München1955 (Katalog: Müller-Blase); Wir alle – The Family of Man. Eine Photo-Ausstellung mit 503 Bildern aus 68 Ländern…, Frankfurt: Kuratorium Kulturelles Frankfurt und Amerika-Haus Frankfurt 1958 (Katalog: Blase); weitere Stationen in Berlin 1957 und in Hannover 1958

9 Henri Cartier-Bresson, Photographien 1930-1955, Leverkusen: Städtisches Museum Schloß Morsbroich o.J. [1956] (Gestaltung Müller-Blase, was auch für das Plakat gilt)

10 Es gibt im KVK keine weiteren Einträge, die diesen Zusammenhang herstellen ( opac.bib-bvb.de:8080/InfoGuideClient.fasttestsis/start.do?Language=De&Query=-1=%22BV018022225%22&SearchProfile= ). Deutschsprachige Version des Textbandes: Berufsberatung und Berufsausbildung in der Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben vom Generalkommissar der Bundesrepublik Deutschland bei der Internationalen Arbeitsausstellung Turin 1961 (mit Texten von Anton Sabel, Ph. Behler), o.O. 1961. Die Auflage betrug insgesamt 50000 Exemplare (siehe Anm. 13).

11 Blase 2007 in: Müller/Weiland 2007 (wie Anm. 1), S.169

12 Jens Müller (Hg.), Hans Hillmann. Das visuelle Werk, Baden: Lars Müller 2009, S.6

13 Internationale Arbeitsausstellung Turin 1961. Der Beitrag der Bundesrepublik Deutschland, hg. v. Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, o.O. o.J. [Bonn, ca. 1962], S.26 (frdl. Hinweis von Jens Altemeier)

14 wie Anm. 13, S.86

15 Katharina Sykora, Schauplatz Großstadt. Abisag Tüllmanns Frankfurtbuch von 1963, in: Martha Caspers (Hg.), Abisag Tüllmann 1935-1996. Bildreportagen und Theaterfotografie, Ostfildern 2010

16 Herbert Schwöbel, 14 mal 14 Eskalation, Baden-Baden: Staatliche Kunsthalle 1969

17 Peter Cornelius (Fotos), Jan S. Kunstreich (Text), Farbenfrohes Kiel, Kiel: Presseamt der Stadt Kiel 1962

18 Gerd Winklers Mike Blaubart, Frankfurt: Heinrich Heine Verlag 1968

19 Merck 1668-1968. Von der Merckschen Engel-Apotheke zum pharmazeutisch-chemischen Großbetrieb, Darmstadt: E.Merck AG 1968 (Fotos: Ludwig Windstosser); Wolfgang Weyrauch, Blickpunkt Darmstadt, Darmstadt: Eduard Roether o.J. [1979] (Idee, Gestaltung und die meisten Fotos von Lortz); die bibliografische Daten zum Prospekt nachgetragen in der Bibliografie dieses Beitrags.

20 Arnold Fanck/Hannes Schneider, Wunder des Schneeschuhs, 6.-10. Aufl., Hamburg: Enoch 1926 (die Phasenbilder liegen dem Buch lose in einer Flügelmappe auf dem hinteren Vorsatz bei); Friedl Wolfgang (Hg.), Clemens Hutter (Text), Stefan Kruckenhauser (Fotos), Skilauf in Österreich – Wedeln, Salzburg: Residenz Verlag o.J. [1958]; mit einem als Daumenkino zu blätternden Bildteil: Anne Janner, Wie man flott Skilaufen lernt, Kino-Sport-Bücher 2, Ravensburg: Otto Maier o.J. [1932]; „ergänzte Neuauflage“ o.J. [1939]

21 Keld Helmer-Petersen, Fragments of a city. Chicago photographs, Copenhagen: Hans Reitzel 1960

22 frdl. Hinweis von Jens Altemeier

23 Gerry Badger/Martin Parr, The photobook: A history, Part 2, London 2006, S.148

24 Abbildungen in: Wolfgang Schmidt, Worte und Bilder, hg. v. Anke Jaaks, Mainz: Verlag Hermann Schmidt 1992

25 Hans Hillmann/Gunter Rambow, „Ein Plakat ist eine Fläche die ins Auge springt“ – Plakate der Kasseler Schule, Frankfurt: Zweitausendeins 1979, Anita Kühnel, Die Poesie des Konkreten. Plakate und Graphik der Kasseler Schule, Sammlungskatalog der Kunstbibliothek, Berlin: Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz 2000



PS Diese Zeilen erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Über weitergehende Hinweise würde ich mich freuen. Ich danke den beiden ehemaligen Professoren Karl Oskar Blase und Rudolf Kroth (beide Kassel) für ihre Bereitschaft, mir Fragen zu novum zu beantworten und mir weitergehende Informationen zu geben. Weiterhin sei Herrn Jens Altemeier für seine Zusatzinformationen gedankt.
TW
(überarbeitet 14.10.2012)

06.01.2011